Frühlingskurs

Vom 22. bis 27. April fand in Mogelsberg der Frühlingskurs Kick 1-2 statt. Der Kurs hat gezeigt, dass Unterschiede in Alter, Musikgeschmack und spieltechnischem Niveau kein Hindernis sind, um inspiriert miteinander Musik zu machen. Vier Frauen und vier Männer im Alter zwischen 26 und 64 Jahren mit spieltechnischem Niveau von „ziemlich am Anfang“ bis „recht Fortgeschritten“  – mit musikalischem Spektrum von Indie Rock über Klassik bis zu argentinischem Folk – haben sechs Tage lang zugehört, gespielt, gelacht, Erfahrungen ausgetauscht und – jeder auf seine Art – einen „Kick“ mitgenommen. Der Gastmusiker Duncan James hat an den letzten beiden Tagen mit seiner ansteckenden Frische und seiner grossen stilistischen Bandbreite noch einmal wichtige Akzente gesetzt.

Hier die Feedbacks der Teilnehmerinnen:

(Melanie W. aus Winterthur) Die Woche in Mogelsberg hat mir sehr gut gefallen. Die Nylon- und Stahlsaitenfraktion hat sich super ergänzt. Ich durfte unterschiedliche Gitarren bespielen, um herauszufinden, welche mir am ehesten entspricht. Werner hat viele Spieltechniken vorgestellt und wichtige Inputs gebracht. Das Highlight war für mich, als Duncan kam und alle vom Kurs zusammen gespielt haben. Die ganze Woche ohne Noten zu spielen war sehr befreiend für mich und hat mich dazu gebracht, den Tönen viel intensiver zuzuhören und viel freier einfach mal auszuprobieren. Jeder von uns hat bereits unzählige Melodien in sich und diese müssen nur noch aufs Griffbrett bzw. in Töne übertragen werden. In diesem Sinne: „You don’t know that you know.“
(Waseem H. aus Pfaffhausen) „Dies war der zweite Workshop, den ich bei Werner besucht habe. Wieder bin ich bereichert, inspiriert und mit musikalischem Tatendrang nach Hause gefahren. Was will ich mehr?”
(Patrick H. aus Horgen) Die Woche in Mogelsberg war ein kulinarischer Hochgenuss und eine Art musikalische Entdeckungsreise, eine ‚Tour d’Horizon‘. Werner hat diverse Spieltechniken und Musikstile erläutert und vorgetragen. Ich fand es extrem spannend, zu erfahren und zu hören(!), wie nahe sich die verschiedenen Stile z.T. sind bzw. was sie eben voneinander unterscheidet. Ich hätte mir bei diesen Exkursen aber gewünscht, dass mehr Zeit zur Verfügung gestanden wäre, das Gehörte bzw. Vermittelte unmittelbar (spielerisch) selbst ausprobieren zu können.
Was ich u.a. mitnehme: Auf den Rhythmus (Backbeat) achten und gleichmässig (ohne Unterbrechungen) spielen. Ich habe nun angefangen, vermehrt mit dem Metronom (langsam und gleichmässig) zu spielen, um einen Song ‚durchzuziehen‘. Auch will ich an der Technik (Präzision von Griffen und Picking-Patterns, …) arbeiten und bestehende Songs verbessern und nicht primär das Repertoire vergrössern, ohne die Songs wirklich zu beherrschen. Das mag trivial klingen, ist es aber nicht; und es bedeutet für mich eine klare Fokussierung und viel (Basis-)Arbeit, auf die ich mich freue. Und die oben erwähnten Exkurse haben mich darin bestätigt, meinen eingeschlagenen musikalische Weg weiterzugehen
Die Gast-Session mit Duncan war super erfrischend und wohltuend anders; ein gelungener und wichtiger Break.
(Therese D. aus Zürich)„Der Gitarrenworkshop hallt auch 2 Wochen später noch in mir nach, als eine musikalisch-reichhaltige Schwingung. Werner verfügt über ein grosses Musikspektrum und gab uns viel seines Wissens und Könnens weiter.
Von der Klassik her kommend, war (und bin ich) auf der Suche nach neuen Musikgenres und Rhythmen, die ich spielen möchte. Von Werner erhielt ich dafür gute Impulse und Anregungen und auch die Gruppe inspirierte mich. Mein persönliches Highlight war der gemeinsam gespielte Bossa Nova mit Duncan James“.
(René G. aus Zürich)  Der 5-tägige Workshop mit Werner Widmer im inspirierenden Umfeld des Hotels Rössli in Mogelsberg verschaffte mir einen reichhaltigen Überblick zu den Möglichkeiten, die das Gitarrenspiel bereit hält. Als Wiedereinsteiger nach bald 40-jähriger Abstinenz mit mittlerweile ziemlich eingerosteter Technik, fand ich den erhofften «Kick», mich wieder intensiv mit dem Gitarrenspiel auseinanderzusetzen. Zudem verhalf mir der Workshop zur Klarheit, mich zukünftig dem Fingerpicking zu widmen – und dabei eine nur noch latent vorhandene Fähigkeit meiner rechten Hand wieder zu neuem Leben zu erwecken.

Daneben profitierte ich konkret am Meisten von der Aufgabenstellung, selbständig Harmoniefolgen zu arrangieren – kreative Herausforderungen, derer ich mir noch mehr gewünscht hätte. Dies löste in mir die erhoffte Motivation aus, mich wieder freudig tagtäglich hinter die Gitarre zu klemmen.

(Maggie S. aus Winterthur) „Gespannt, was da auf mich zukommt, bin ich an den Frühlingsferienkurs
gegangen. Wir waren eine sehr heterogene Gruppe und ich denke, es war schwierig, all diese verschiedenen Menschen mit ihren verschiedenen Bedürfnissen vollumfänglich zufriedenzustellen. Nichtsdestotrotz wurde es eine lässige Woche mit „Ups“ und „Downs“ und ich konnte von allen
profitieren (Kursleiter, Gastmusiker und Kursteilnehmer). Wir haben viel gelacht, viel zugehört und für meinen Geschmack eher etwas zu wenig gespielt.“
Zwei TeilnehmerInnen haben kein Feedback geschickt. Muss ja nicht unbedingt sein. Sie waren beide die ganze Woche interessiert dabei, haben mir bestätigt, dass sie viel gelernt haben und sich sehr bedankt für den Kick.
Der Gastmusiker Duncan James schrieb mir noch am selben Abend unaufgefordert per sms: „Hey Boss – I have to say it was really fun – lovely crew of people – nice mixture – great location – thanks for inviting me!